Vorträge und Teeverkostung im Keramikmuseum Berlin

Im Keramikmuseum Berlin finden anlässlich der Ausstellung „Ritus – Ritual – Zeremonie. Teekeramik aus Japan und Berlin“ Vorträge und Teezeremonien statt.
Die Ausstellung wird noch bis zum 07. August 2017 zu sehen sein.

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Das Rahmenprogramm im Juli zur Ausstellung:
Vortrag „Tee und Zen“
am Samstag, dem 08. Juli 2017 um 19.00 Uhr
Herr Dr. Dietrich Roloff

Dr. Dietrich Roloff ist Teemeister der Ueda Sôko-Schule und betreut das Teehaus in Hannover: „Der Teeweg ist ein zugleich spiritueller und künstlerischer Übungsweg, auf dem sich die Praktizierenden die verschiedenen Formen der Tee-Zusammenkunft aneignen und sich dabei zu einem chajin, einem „Menschen des Tees“, entwickeln, der sich durch Gelassenheit und Wärme des Herzens auszeichnet und gelernt hat, die eigene Person zurückzunehmen. Der Teeweg erhebt eine alltägliche Handlung, die Bewirtung von Gästen, in den Rang einer Kunstform, bei der es letztlich darum geht, gemeinsam zu einer tiefen Ruhe des Geistes zu gelangen.“
Quelle: www.teezeremonie-zen.de
(Museumseintritt 4,- €)

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Vortrag „Mein Bizen“
am Samstag, dem 15. Juli 2017 um 17.30 Uhr
Herr Taiga MORI/ Keramiker aus Bizen/ Japan mit deutscher Übersetzung

Matcha-Teeverkostung und Künstlergespräch
am Sonntag, dem 16. Juli 2017, 13.30 bis 16.30 Uhr (mit Herrn Taiga MORI und Frau Nobuko SUGAI)
(Portion Tee inkl. Museumseintritt 7,- €/ KMB-Mitglieder 5,- €)

Taiga MORI ist ein künstlerisch-kreativer Keramiker, der sich nicht nur auf traditionelle Teekeramik beschränkt, sondern auch moderne, themabezogene Kunstobjekte fertigt, wie z.B. die aktuell im Keramik-Museum Berlin ausgestellte Arbeit „U-Wa-a“ von 2015.
Der Vortrag behandelt die Geschichte der Bizen-Keramik – MORI erläutert die besonderen Herstellungstechniken und wagt auch einen Ausblick auf die Zukunft „seiner“ Keramik.
Die Werkstatt von Herrn MORI liegt mitten im Abbaugebiet einer besonderen Tonerde. Diese ist unter den Reisfeldern in Inbe, dem bekannten Töpferzentrum westlich von Kyoto in der Präfektur Okayama, zu finden und liefert den Rohstoff für die Bizen-Keramik.
Der berühmte Keramiker Rosanjin KITAOJI (1883-1959) behauptete sogar einmal, dass Bizen den besten Ton auf der Welt liefere. Der Ursprung dieser besonderen Keramik liegt 1000 Jahre zurück, weshalb sie zu den „sechs alten Öfen“ (Rokkoyo) gehört. Seit dieser Zeit wird in dieser Region das unglasierte Steinzeug mit meist rötlich-braunem Scherben in alter Tradition gebrannt. In der Muromachi- und Momoyama-Zeit (1336-1573 und 1573-1603) wurde die so genannte Bizenware auch als Teekeramik entdeckt und weiterentwickelt. Auch in der darauf folgenden Edo-Zeit (1603-1868) gewährte das lokale Fürstenhaus der IKEDA Unterstützung dieser auf sechs auserwählten Familien beschränkte Bizen-Keramikproduktion.
Die Werkstatt der Familie MORI zählt zu den drei verbliebenen Werkstätten, die bis heute diese Tradition aufrechterhalten und pflegen.
(Museumseintritt 4,- €/ KMB-Mitglieder: Eintritt frei)

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Ausstellungsdauer:
„Ritus – Ritual – Zeremonie. Teekeramik aus Japan und Berlin“
bis 07. August 2017

Öffnungszeiten:
Fr bis Mo 13.00-17.00 Uhr

Keramik-Museum Berlin 2015, Straßenansicht (Schustehrusstraße 13

Keramik-Museum Berlin (KMB)
Schustehrusstraße 13
10585 Berlin
Tel 030 321 23 22
info@keramik-museum-berlin.de
www.keramik-museum-berlin.de

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